Der erste Kontakt

Unsere Familie hatte sich nach dem Auszug unserer Tochter, die auch den bisherigen Familienhund mitnahm, entschlossen wieder einen neuen Hund aufzunehmen.

Wir hatten bereits Erfahrungen mit Schäferhunden, hatten uns aber zuletzt für einen Siberian Husky entschlossen. Mit dem Verhalten des Huskys hatten wir nach unseren Erfahrungen mit den Schäferhunden Startschwierigkeiten. Während die Schäferhunde treu zu ihren Herrchen standen, war der Husky eher ein Nestflüchter. Kaum hatten wir ihn von der Leine, war er auch schon verschwunden und wir hatten auch Mühe ihn wieder einzufangen. Dies legte sich auch nicht nach der Welpenzeit. Andere Huskybesitzer bericheten uns von ähnlichen Erfahrungen mit dieser Rasse.

Schäferhunde blieben dagegen immer in der Nähe der Familienmitglieder. Das war für uns der Grund und wieder für einen Schäferhund zu entscheiden.

Wir suchten nach Welpen im Internet und wurden hier auf einen Züchter aufmerksam, der einen 10-wöchigen Welpen abzugeben hatte.

Am Montag den 4.Mai 2009 fuhren wir zum Züchter und durften erst einmal warten, da wir vor der Zeit angekommen und der Züchter noch nicht da war. Sein Sohn entschied sich uns den Welpen, eine Hündin, schon einmal zu zeigen.

Schnell kam die kleine auf uns zu. Meine 11-jährige Tochter, meine Frau und mein großer Sohn waren sofort von dem Tier begeistert. Er lief lebendig im Garten hin und her.

Als der Züchter kam stellten wir schnell fest, das der Welpe schon gut hörte und auch an der Leine ging. Ins Haus des Züchters durfte er nicht hinein. Es war ein reiner Zwingerhund.

Wichtig war uns die Mutter zu sehen, weil wir daraus Schlüsse auf die endgültige Größe des Hundes und sein Verhalten erhofften. Die Mutter war groß und auch sehr lebendig. Sie spielte mit dem Welpen im Freigehege.

Der Züchter erzählte uns, das Decken habe ihn 500 € gekostet. Der Wurf habe nur zwei Welpen gebracht. Die Mutter habe den anderen Welpen nicht nur die Nabelschnur, sondern auch die Zehen abgebissen.

Der verblieben Welpe sei von den Kindern der Umgebung mit “Happy” gerufen worden. Wir sahen dies als gutes Omen und beließen es bei dem Namen, obwohl der Züchter auch jeden anderen Namen bereit war in die Papiere einzutragen.

Trotz eines Nabelbruches, gefiel uns der kleine Welpe so gut, dass wir uns zum Kauf entschlossen. Wir bekamen vom Züchter den Impfpass. “Happy”, so erzählte er , sei der letzte Hund gewesen, der noch am Ohr tätowiert worden wäre. Ab diesem Zeitpunkt würden alle Hunde nur noch gechipt werden.

Er legte uns auch noch den Stammbaum vor und wir verblieben so, dass er uns die Papiere nach Eintragung noch zusenden wollte.

Außerdem erhielten wir für Happy eine Welpenerstausstattung geschenkt.

Als wir uns verabschiedeten, gingen wir auch noch einmal bei der Mutter von Happy vorbei. Als hätte sie bemerkt was passiert, reagierte sie mit Knurren beim Abschied. Wir zogen es deshalb vor so schnell wie möglich zu gehen.

Auf dem Heimweg waren wir alle aufgeregt und auch Happy war sehr lebendig im Auto. Unsere Ängste Sie könnte ins Auto machen blieben unbegründet.

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