Archiv für Mai 2009

Nabelbruch aus tierärztlicher Sicht

Heute haben wir unseren jungen Schäferhundwelpen der Tierärztin erstmals vorgestellt. Der Züchter hatte uns beim Kauf darauf aufmerksam gemacht, dass Happy einen Nabelbruch hat. Man müsse nur von Zeit zu Zeit die walnussgroße Ausstülpung am Nabel zurückdrücken, dann wäre alles in Ordnung. Notfalls wollte er sich auch zur Hälfte an den OP Kosten beteiligen.

Heute sprachen wir die Tierärztin an. Sie bestätigte uns die Angaben des Züchters. Solange nicht mehr als das Fett heraushinge sei alles in Ordnung. Der Nabel bräuchte nur soweit zurückgedrückt werden bis er mit der Bauchdecke eben sei.

Nur wenn der Darm heraushängen würde, müsste eine Operation erfolgen.

Manche Hundebesitzer hätten schon Münzen über den Nabel befestigt um das Ausstülpen zu verhindern.

Meine Nachfrage, ob mit einem späteren Zuwachsen des Nabels im Sinne einer verspäteten Entwicklung noch zu rechnen sei, beantwortete sie mit nein.

Tierische Neugierde

Happy hatt ihre verrückten 5 Minuten in denen sie immer äußerst aufgedreht ist. Sie stahl Pantoffeln, zerrte an Tischdecken und brachte viel Unruhe in den Raum.

Die Anwesenden wollten alle gleichzeitig das Schlimmste verhüten und die Befehle wie “Sitz” und “Platz” schallten fruchtlos durch den Raum. Happy ließ sich davon nicht beeindrucken.

Plötzlich stand sie mit den Vorderpüfoten auf dem Couchtisch auf dem ein Glas mit mehreren brennenden Kerzen stand. Die Katastrophe ahnend wurden die Verbotsrufe lauter. Vergeblich.

Happy schnüffelte an einer brennenden Kerze mit der Nase und zuckte gleich zurück. Sie hatte sich die Nase verbrannt. Ganz verdutzt saß sie für einen Moment da und fing dann in respektvoller Nähe an die Kerze laut anzubellen.

Wir stellten ihr Wasser hin zum Nase kühlen. Das nahm sie auch an. So hatte unser Welpe gelernt “Mit Feuer spielt man nicht.”

Gewicht mit drei Monaten

Unser Welpe ist jetzt drei Monate und zwei Tage alt. Er wurde gewogen und wiegt genau 12,4 kg. Er ist immer hungrig und durstig und verträgt fast jedes Futter gut.

Wenn die Gewichtszunahme weiter so erfolgt wird er ausgewachsen ca. 30 Kilogramm wiegen. Das haben wir einer Informationsschrift entnommen.

In der Broschüre stand auch drin, dass Welpen im Alter von drei Monaten am stärksten pro Tag zunehmen, was eine gute Nahrungszusammensetzung erfordert, wenn die Knochen stabil werden sollen. In dieser Altersstufe nehme ein Schäferhund ca. 160 gr. pro Tag zu.

Wir haben uns entschlossen von verschiedenen Herstellern Produkte anzufordern und diese Happy anzubieten. Über unsere Erfahrungsberichte mit den Starterpaketen und Proben werden wir hier berichten.

Entwurmung

Als wir Happy beim Züchter abholten, gab er uns auch Entwurmungstabletten mit. Es handelte sich um das Medikament Andazol, das gegen Würmer und Darmparasiten gut sei. Er konnte uns nur einen Beipackzettel in türkischer Sprache mitgeben. Er selber verstand kein türkisch.

Ich fragte daraufhin türkische Bekannte und bat sie den Beipackzettel zu übersetzen. Dies gelang ihnen nur bruchstückhaft. Ich hörte immer wieder es handele sich in der Beschrebung um ein menschliches Medikament.

Daraufhin suchte ich im Internet und fand auch nur türkische Texte. Ich fand  einen türkischen Beipackzettel, den ich mit google übersetzen ließ. Es handelte sich wirklich um ein humanmedizinisches Medikament.

Scheinbar wird es unter Züchtern, weil es kostengünstiger ist, eingesetzt. Falls jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat, darf er gerne hierzu einen Kommentar schreiben.

Banane als Hundefutter

Unser Welpe bettelt nach Futter. Trockenfutter und Nassfutter sowie Kauknochen scheinen ihm zu wenig zu sein. Als ich heute eine Banane aß, gab ich Happy ein kleines Stückchen Banane.

Happy nahm dies sofort an und begann nach mehr zu betteln. Es schmeckte ihr offensichtlich. Daraufhin gab ich ihr allerdings nicht noch mehr, da ich nicht abschätzen konnte welche Folgen größere Mengen auf ihre Verdauung haben können.

Vom Futter her ist Happy richtig fressgierig. Sie frisst mehr als auf den Packungen angegeben ist und der Züchter uns gesagt hatte. Wir könnten leicht die doppelte Menge füttern, halten sie aber trotzdem kurz und geben maximal ein Viertel mehr als angegeben ist.

Happy scheint auch immer durstig zu sein. Über die Trinkmenge, die unsere drei Monate alte Happy benötigt bin ich mir nicht im klaren. Soll man sie solange trinken lassen bis sie von alleine aufhört?

Die Folge wäre ständig mit ihr Gassi gehen zu müssen. Sollte man ihr vor dem geplanten Gassi gehen etwas zu trinken anbieten, damit es gerade durchläuft bis zum Gassi gehen?

An der Leine gehen lernen

Happy spielt immer beim Gassi gehen an der Leine.  Das ist sicher natürlich für einen Welpen. Bei unseren Husky konnten wir dies nur mühsam in den Griff  bekommen auch als er älter wurde. Wir haben dies der Rasse zugeschrieben und es hingenommen. Fernsehberichte zu Huskys bestätigten uns später darin, dass diese Rasse nicht ganz einfach ist. Sie wollen ziehen.

Bei Happy wollen wir sie so früh wie möglich daran gewöhnen die Leine nicht als Spielzeug zu sehen, sondern sie soll es lernen ordentlich bei Fuß zu gehen. Allerdings fehlt uns noch die richtige Idee wie wir dies am einfachsten und schnellsten erreichen können.

Gibt es da einen Trick oder kann uns jemand einen Hinweis geben wir er es erreicht hat?

Hundeerziehung – erste Schritte

Die Liebe geht durch den Magen. Leckerlies sind der Zugang zum Hund und seiner Erziehung.

Der normale Hunger kann dazu genutzt werden den Hund dazu zu bringen was der Hundehalter gerne möchte.

Da Happy ein Familienhund ist einigten wir uns auf einheitliche Befehlswörter, damit der Welpe nicht von jedem andere Befehle erhält und dadurch irritiert wird. Wir dachten auch mal kurz darüber nach englische Befehlsworte zu verwenden. Dies soll bei Blindenhunden so gehandhabt werden, damit diese sich nicht durch das zufällige Aussprechen der Worte irritieren lassen. Wir blieben jedoch bei den deutschen Worten. Kam uns wohl zu gekünstelt vor englischsprachige Befehle zu geben.

Grundbefehle, wie Sitz, gib Pfötchen und Platz konnten wir auf diese Art und Weise dem Welpen innerhalb kürzester Zeit beibringen. Der Hund bekam beim Befehl “Sitz” immer unmittelbar nachdem er sich hingesetzt hatte sein Leckerli. Nach etwa 20 solcher Reihenfolgen hatte er es schon gelernt.

Zwei Tage später bekam er nur die Leckerlies, wenn er “Pfötchen” gegeben hatte. Zuerst wusste Happy gar nicht was wir von ihr wollten. Wir nahmen die Pfote zuerst in die Hand und gaben dann die Belohnung. Später nahmen wir die Pfote nicht mehr in die Hand, sondern warteten bis Happy zufällig mit der Pfote nach der Nahrung kratzte. Als sie die Pfote dazu hochgehoben hatte, nahmen wir sie in die Hand und belohnten. Kurze Zeit später war dies nicht mehr nötig. Sie gab auf Befehl hin die Pfote. Inzwischen geben wir ihr nur noch in unregelmäßigen Abständen eine Belohnung mit Leckerlies, sondern loben mit Worten.

Jetzt üben wir den Befehl “Platz“. Happy soll lernen sich ganz auf den Boden zu legen, wenn dieser Befehl kommt. Dazu nehmen wir das Leckerli in die Hand und halten diese geschlossen auf dem Boden. Zuerst versuchte Happy die Hand aus dem Sitzen heraus zu beschnüffeln und zu öffnen. Dem gaben wir nicht nach. Erst als ihr die unbequeme Sitzhaltung zu anstrengend wurde und sie sich vor die Hand legte öffneten wir die Hand und gaben den Weg zur Belohnung frei. Nach einigen Durchgängen klappte auch dies immer besser.

Happy ist sehr gelehrig. Alle Befehle lernte sie innerhalb weniger Tage. Wichtig dabei ist, die Belohnungen immer klein zu halten, damit der Sättigungsgrad nicht zu früh erreicht wird.

Hündin sterilisieren lassen

Schon als wir unsere Husky Hündin, als diese eineinhalb Jahre alt war, sterilisieren lassen wollten, sagte unsere Tierärztin, dass dies am besten vor der ersten Läufigkeit geschehen sollte. Außerdem könne sie keine Garantie dafür geben, dass die Hündin hinterher sauber sei.

Einige Hündinnen hätten nach einem solchen Eingriff ein Leben lang mit Inkontinenz zu rechnen. Deshalb solle man sich gut überlegen, ob man wirklich einen derartigen Eingriff vornehmen lassen will. Die Nachteile könnten größer sein als die Vorteile.

Da wir uns nicht vorstellen konnten ständig einen tropfenden Hund im Hause zu haben, verzichteten wir damals. Uns kam bei der Husky Hündin die Läufigkeit auch besonders lange vor. Ob dies nur eine subjektive Wahrnehmung war oder einer Tatsache entspricht können wir mangels ausreichender Erfahrung nicht sagen. Vielleicht hat hierzu jemand Informationen. Auf diese sind wir schon gespannt.

Hundehalsband und Hundeleine

Bevor wir Happy kauften, besorgten wir uns schon im Fachgeschäft ein rotes Halsband und eine Hundeleine. Die Hundeleine hat Einstellmöglichkeiten, so dass die Leine mal länger und mal kürzer eingestellt werden kann.

Als wir “Happy” beim Züchter abholten, war dieser erstaunt eine so noble Leine für seinen Welpen zu sehen. Sie hatte immerhin 25 € gekostet und war damit nicht ganz billig gewesen. Der Züchter hatte ein ganz einfaches Halsband und einen Strick. Die Hunde würden den Strick immer wieder aufbeißen. So hätte er uns den Welpen mitgegeben. Sicher praktikabel; denn Happy lief schon bereitwillig an diesem Strick als wir sie kennen lernten.

Schöner war jedoch die rote Leine. Sie machte aus einem Zwingerwelpen eine kleine Hundedame. Die Leine ist aus einem Material, das Happy nicht durchbeißen kann, so sehr sie auch versucht daran herum zu zerren. Auch an diese Leine hat sie sich sofort gewöhnt, wie sie allgemein sehr lernfähig zu sein scheint.

Baden

Happy ist im Zwinger aufgewachsen und hatte seit wir sie bei uns hatten einen etwas strengen Geruch. Da auch das Fell verfilzte, entschlossen sich meine Tochter und meine Frau sie zu baden.

Es war ca. 25 ° und damit angenehm warm für einen Maitag. Im Garten wurde sie mit dem Schlauch, der durch das Liegen in der Sonne warmes Wasser enthielt, nass gemacht und mit einem speziellen Hundeschampoo mit Ringelblumenzusatz eingeseift.

Auswaschen lassen wollte sie sich dann nicht mehr mit dem Schlauch. Sie wurde unruhig und jaulte.  Das mag auch daran gelegen haben, dass inzwischen das vorgewärmte Wasser im Schlauch verbraucht war.

Deshalb erfolgte das Auswaschen des Hundeschampoos mit lauwarmen Wasser in der Badewanne. Es dauerte mehr als zwei Stunden bis das Fell wieder richtig trocken war. Dafür sieht es jetzt ganz besonders flauschig aus und hat auch den penetranten Geruch des Hundezwingers verloren.