Nachdem unser Schäferhundwelpe, der jetzt schon mehr einem Junghund ähnelt als einem Welpen, immer ungehorsamer wurde und sich Dinge herausnahm, die nicht mehr hinnehmbar waren, beschlossen wir kurzfristig eine Hundeschule aufzusuchen und uns Hilfe zu holen.
Wir sind im Haushalt vier Erwachsene und eine 11-jährige, die den Hund als ihr Eigen ansieht. Für uns war es deshalb schwer zu entscheiden, wer mit dem Hund zur Hundeschule gehen sollte. Sollte es das Alphatier der Familie sein, die Hausfrau, die den ganzen Tag mit dem Hund zusammen ist oder die Jüngste, weil der Hund auch ihr beim Gassi gehen gehorchen muss?
Mein erwachsener Sohn, die Elfjährige und ich gingen zum ersten Termin und wollten die Entscheidung der Trainerin überlassen, die sich am besten in solchen Fragen auskennt.
Am Übungsplatz angekommen, ging ich mit meiner Tochter in der Gruppe auf den Übungsplatz. Der Hund hatte unter Hunden das starke Bedürfnis schnell beim Alphatier (mir) Schutz suchen zu wollen und sprang mich heftig an. Die Trainerin bat mich freundlich aber sehr bestimmt den Platz zu verlassen, damit meine Tochter mit ihr und dem Hund arbeiten konnte.
Ich zog mich daraufhin zurück und somit war die Entscheidung gefallen wer den Hund trainieren sollte. Aus der Entfernung von 250 m konnte ich den Übungsplatz gut einsehen.
Plötzlich gab es ein Gejaule und ein Bellen. Ein Hund wurde gebissen. Zuerst konnte ich nicht erkennen ob es unser Neuling in der Gruppe Happy war. Bald darauf konnten wir aber sehen, dass sie sich schnell innerhalb der Gruppe bewegte. Später stellte sich heraus, dass die Beißerei zwischen zwei anderen Hunden stattgefunden hatte.
Happy versuchte mehrmals die Gruppe zu verlassen und zum Auto zurückzukehren. Kam aber dann wieder in die Gruppe zurück.
Nach Rückkehr vom Hundeplatz schien Happy total fertig zu sein. Genauso erging es unserer Tochter. An dem Tag hörte Happy schon besser, so als wenn sie gemerkt hätte, dass sie sich benehmen muss, wenn sie bei uns bleiben will.