tägliches Leben

Silvester 2010 – Raketen beobachten

Happy erlebte ihr zweites Silvester. Sie saß auf einem Stuhl am Fenster und war innerlich sehr erregt, bellte aber nicht.

Sie schaute dem Treiben zu. Sie beobachtete interessiert die aufsteigenden Raketen.

Am Neujahrsmorgen fand sie im Vorgarten die Reste der Raketenbatterie. Sie nahm sie aus einer Distanz von ca. 8 Metern wahr.  Sie konnte nicht einschätzen um was es sich handelte und reagierte zurückhaltend, aber doch aufgeregt.

Scheinbar hatte sie die Gerüche der Raketenreste in der Nase.  Ein vollkommen anderer Geruch als das was sie bisher kennengelernt hatte.

Hundeweihnachten 2010

Dieses Jahr ist es eingetreten, weiße Weihnachten. Mit einer Schneemenge die in den letzten 20 Jahren noch nie da gewesen ist.

Es fing am heiligen Abend in den späten Vormittagsstunden an zu schneien und schneite durchgehend bis zum späten Nachmittag des ersten Weihnachtstages.

Happy saß auf dem Stuhl am Fenster und schaute den Schneeflocken interessiert zu.

Die Autos waren unter meterdicken Schneehauben versteckt.

Unserer Schäferhündin machte dies nichts aus. Sie rannte durch den tiefen Schnee, war vollkommen aus dem Häuschen. Tiefer Schnee scheint ihr Spass zu machen.

Mit riesigen Sprüngen sprang sie durch Schneeverwehungen und war trotz des tiefen Schnees nicht langsamer als sonst.

Zur Bescherung bekam sie drei Würstchen, die ihr vorzüglich schmeckten. Sie schnappte sie und schlang sie förmlich herunter. Dann gab es noch eine Geschenkpackung mit Leckerlies und einem Knoten zum spielen.

Das war Happys zweites Weihnachten bei uns.

Vorsicht vor Neuem

Unsere Schäferhündin ist ansonsten nicht schreckhaft. Bevor sie sich erschreckt erschrecken sich meistens die Anderen vor ihr.

Heute war dies gleich zweimal anders. Auf unserer Terrasse hatten meine Söhne einen Weihnachtsbaum abgelegt, der über Nacht ca. 20 cm mit Schnee bedeckt wurde.

Happy näherte sich dem Baum nur sehr vorsichtig, bellte ihn an und war ständig in Bereitschaft zu fliehen.

Ähnlich regagierte sie auf die PVC-Garage unseres Nachbarn. Obwohl leblos, traute sie weder dem Weihnachtsbaum nich der Garage. Von beiden ging keinerlei Gefahr aus. Sie schien einfach die Veränderung ihrer Hundeumgebung zu bemerken, die sie beunruhigten.

War es der Geruch von Harz? War es das Knittergeräusch der PCV Garage im Wind? Es ist nicht mehr feststellbar, aber sonderbar.

Schaeferhund und Hitze

Gestern zeigte das Thermometer bei uns 38 ° im Schatten an. Eine Temperatur, di in unseren Breiten nur selten erreicht wird. Unsere Schäferhündin schien die Hitze nicht allzuviel auszumachen.

Sie war nur etwas ruhiger als sonst und bewegte sich etwas weniger.  Wir gaben viel Wasser und hielten uns tagsüber im Haus auf.

Nachmittags gab es eine Duswche mit dem Wasserschlauch. Da war sie dann hellwach und genoss die willkommene Erfrischung. Sie sprang in den Strahl hinein und versuchte das Wasser zu beißen.

Nur in den Morgenstunden nutzen wir die Kühle im Freien.

Insgesamt schien die Hitze dem Hund nichts auszumachen. Wir hatten in den vergangenen Tagen sogar beobachtet, dass sich Happy bewußt in die Sonne legte, obwohl wir den Schatten bevorzugten.

Jetzt  liegt Happy auf der Terrasse und bewegt sich wenig und bellt nur selten mal. Sie scheint noch müde zu sein und vielleicht etwas ausgelaugt durch das Wetter.

Salzstangen frisst sie jetzt besonders gerne, weil sie ihrem Körper  so das ausgehechelte Salz wieder zuführen kann.

Kröten beschnüffeln

Die letzten Schneereste schmelzen gerade und schon ist Krötenwanderungszeit.

Heute Abend beim Gassi gehen sahen wir im Schein der Laterne mitten auf der Straße ein kopulierendes Krötenpaar. Sie auf dem Rücken liegend, er darüber. Die beiden waren noch von anderen Krötenmännchen umgeben.

Happy mußte natürlich daran schnüffeln, gab aber keinen Laut von sich, obwohl sie sonst schnell anfängt zu bellen.

Immer wieder wich sie zurück und näherte sich dann wieder dem Krötenpaar. Den Kröten geschah nichts und Happy verlor nach einiger Zeit das Interesse.

Hund bringt die Hausschuhe

Happy ist im Moment sehr lebendig und sucht nach Möglichkeiten beschäftigt zu werden. Ständig ist sie um uns herum und findet keine Ruhe.  Nach dem langen Winter ist sie wohl nicht richtig ausgelastet.

Deshalb sucht sie das Spiel. In der Vergangenheit knabberte und zerrte sie an den Hausschuhen wenn wir diese trugen. Das war manchmal schon sehr lästig.

Heute hatte ich nach dem Gassi gehen vergessen die Hausschuhe anzuziehen und mich so aufs Sofa gesetzt. Dann geschah Folgendes:

Zuerst brachte Happy einen Hausschuh und legte ihn vor mich hin. Ich sprach sie an und forderte sie auf mir auch den anderen Hausschuh zu bringen. Nach einiger Zeit holte sie dann den anderen Hausschuh und legte ihn ebenfalls vor mich hin. Damit hatte sie beide Hausschuhe apportiert.

Früher hätte sie dann versucht den Hausschuh zu nehmen, wenn ich ihn hätte anziehen wollen. Diesesmal bliebt sie jedoch ganz ruhig und ließ mich die Hausschuhe anziehen.

Sie wurde natürlich sofort gelobt. Mal sehen ob sich dieses Verhalten zukünftig häufiger zeigen wird.

Happy´s erster Geburtstag

Unser Schäferhündin ist gestern vor einem Jahr geboren worden. Sie hat sich prächtig entwickelt und strotzt nur so vor Kraft und Agility.

Leider klappt es mit dem Hören noch nicht immer.

Gestern kam der Paketbote und wollte ein Paket abliefern. Happy sprang sofort ans Fenster, stellte sich mit den Vorderpfoten auf die Fensterbank und steigerte sich beim Bellen förmlich in Rage.

Trotz lauter Ansprache war sie nicht zur Ruhe zu bringen. Sie läßt nur von ihrem Verhalten ab, wenn ihr Futter angeboten wird. Dann hört sie sofort auf und wendet sich den Lekkerlies zu.

Auch wenn man sie festhält und mit den Armen umschließt beleibt sie ruhig. Hqat sie jedoch freien Bewegungsspielraum, dann nutzt sie diesen auch aus.

Schlechtes Gewissen bei Hunden

Als ich heute morgen aufstand fand ich im Flur schön verteilt den ganzen Abfalleimer auf dem Boden vor. Unsere Schäferhündin hatte ihn entleert. Während sie sonst freudig auf uns wartet um uns zu begrüßen, blieb sie heute still auf dem Treppenabsatz des ersten Stockwerkes liegen und schaute lautlos auf mich herunter.

Ich redete ihr ins Gewissen und sie versteckte sich hinter einem Mauervorsprung und schaute nur noch mit einem Auge auf mich herab.

Sie schien begriffen zu haben was sie da angerichtet hatte. Es dauerte noch eine ganze Weile bis sie sich vom ersten Stock wieder ins Erdgeschoss traute.

Schäferhunde scheinen so eine Art schlechtes Gewissen mit 10 Monaten zu bekommen; denn früher konnten wir dieses Verhalten bei unserem Hund nicht beobachten.

Tanz mit dem eigenen Schwanz

Unsere Schäferhündin läuft von Zeit zu Zeit dem eigenen Schwanz hinterher und versucht ihn zu fangen.

Das Ganze sieht schon sehr seltsam aus. Wenn sie sich genug gedreht hat, dann scheint ihr schwindelig zu werden und sie legt sich hin.

Jetzt versucht sie im Liegen ihren Schwanz zum Fassen zu bekommen, was ihr scheinbar nicht gelingt. Es sieht manchmal so aus, als wenn der Schwanz ein Eigenleben führen würde, das nicht der willendlichen Kontrolle unterliegt.

Manchmal klemmt sie den Schwanz zwischen ihr Hinterläufe um ihn festzuhalten, damit dieser nicht wieder entweichen kann.

Manchmal habe ich den Eindruck Happy kann den Schwanz wirklich nicht selber 100%ig kontrollieren.

Verletzung

Gestern gingen wir mit Happy spazieren. Sie hat überaus viel Power und will diese unbedingt ausleben, was im Haushalt des öfteren schon anstrengend ist.

Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, gehe ich deshalb möglichst gleich mit ihr weg, damit sie sich austoben kann.

Auf einer abschüssigen Wiese bekommt sie schon enorme Geschwindigkeit, wenn sie einem Gegenstand hinterher springt.

Gestern warf ich wieder einen Gegenstand. Unsere Hündin sprang voll Power die steile Böschung hinunter und muss wohl in ein für sie nicht sichtbares Mauseloch getreten sein.

Sie fiel über sich selbst, das Hinterteil überrollte sie förmlich und sie fing sofort an zu jaulen. Sie setzte sichdann mit dem Gesicht uns zugewandt hin und hielt unter jaulen die Pfote vor.

Ich lief unter schlimmsten Vorahnungen auf sie zu. Sie blieb jaulend, die Pfote vorgestreckt sitzen bis ich sie erreicht hatte. Ich dachte schon daran, dass etwas gebrochen sein könnte.

Sobald ich sie erreicht hatte sprang sie auf und lief weg. Zuerst wimmerte sie noch etwas, dann ging es immer besser.  Nach 10 Sekunden war gar nichts mehr zu sehen.

Ich war froh den Schock überstanden zu haben. Es muss wohl eine Zerrung oder Stauchung gewesen sein.